Einen Beruf auszuüben, der sich mit Tieren beschäftigt, ist für viele Menschen die Erfüllung eines Traumes. Ein wenig Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, und Ihnen wird das Studium der Tiernaturheilkunde viel Freude bereiten! Naturheilkunde ist nämlich nicht nur überliefertes Erfahrungswissen, sondern auch Wissenschaft. Angehende Tierheilpraktiker lernen von den Grundlagen der Anatomie der Tiere, über Physiologie bis hin zur Pathologie alles, um die Tierheilkunde später gut ausüben zu können. Dadurch sind sie in der Lage, in der Praxis zutreffende Diagnosen zu stellen und die richtige Heilmethode zu wählen.

Ein Tierheilpraktiker sollte sich der Verantwortung gegenüber seiner Patienten jederzeit bewusst sein und das in ihn gesetzte Vertrauen zu schätzen wissen. Die Teilnahme an jährlichen Fortbildungen und Fachtagungen sollte für ihn als Pflicht angesehen werden. Der Älteste Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands erwartet, dass der Tierheilpraktiker durch sein gesamtes sachlich kompetentes Verhalten seinen Berufstand in der Öffentlichkeit angemessen vertritt.

Voraussetzung für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Schulabschluss. Medizinische Vorkenntnisse sind für die Ausbildung nicht erforderlich. Der Auszubildende sollte sein erworbenes Wissen aus dem Unterricht durch Hausarbeiten präzisieren und vertiefen. Die Ausbildung kann als berufliche Einzelausbildung absolviert werden, aber auch als Fortbildung für Tierhalter, Tierzüchter, Landwirte, Mitarbeiter von Tierheimen, Zoologischen Gärten oder Tierarztpraxen und ähnlichem genutzt werden.