In unregelmäßigen Abständen organisieren wir bei verschiedenen Firmen, die sinnvolle Produkte für die tierheilpraktische Arbeit herstellen, Führungen bzw. Fortbildungen. Teilweise finden die Produktvorstellungen auch in unseren Räumlichkeiten statt.

Gebühr: in den meisten Fällen kostenlos

 

Berichte einiger Teilnehmer:

 

Susanne H.:

Zu Besuch bei Firma Kanne

Besucher sind bei Firma Kanne in Selm-Bork herzlich willkommen – davon konnten sich Schülerinnen und Schüler der Naturheilschule Prester am 28. Februar überzeugen.

Der geführte Rundgang durch das 1904 als Bäckerei gegründete und ständig erweiterte Unternehmen, das in späteren Jahren insbesondere durch den von Wilhelm Kanne sen. entwickelten Brottrunk europaweit bekannt wurde, startete mit einem Frühstück mit köstlichen Back- und Kuchenspezialitäten – und natürlich Kostproben der Brottrunkvarietäten.

So gestärkt konnte die Gruppe den Ausführungen von Herrn Engelbert folgen, der auf einem Rundgang über das Gelände neben einigen Anekdoten aus vielen Jahren Firmengeschichte viel Interessantes über Entwicklung und Philosophie des Unternehmens erzählte.

Während die Teilnehmer die frisch ausgestanzten und auf großen Backblechen ausgebreiteten Kanne-Leckerchen betrachteten, erläuterte Herr Engelbert, dass die Bäckerei, ganz im Sinne von Wilhelm Kanne sen., seit jeher chemiefreie Zone sei, in der grundsätzlich auf chemische Backmittel verzichtet und nur hauseigener Sauerteig verwendet wird. Als zertifizierter bio-Betrieb bezieht die Bäckerei Kanne ihr Getreide aus kontrolliert ökologischen Landbau aus der Region, das in der eigenen Steinmühle täglich frisch gemahlen wird.

Auch dem Umweltgedanken und der Nachhaltigkeit wird bei Kanne Rechnung getragen. Praktizierter Umweltschutz bedeutet hier z.B., dass Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern über ein Kammer-System in Teiche und Schilfgräben auf dem Firmengelände geleitet wird und nach der biologischen Klärung durch Brottrunk einen natürlichen Lebensraum für viele Fische und Wasservögel bildet. Daneben setzt das Unternehmen auch auf erneuerbare Energien in Form von Photovoltaik und Windkraft, mit dem bedeutende Mengen fossiler Brennstoffe wie z.B. Heizöl oder Erdgas eingespart werden.

Gemüseprodukte aus der firmeneigenen Gärtnerei sowie in Brottrunk mariniertes Lamm konnten beim Mittagessen getestet und genossen werden. Die abschließende Fragerunde wurde von den Teilnehmern intensiv genutzt. Eines blieb jedoch Firmengeheimnis: wie viel Wasser und wie viel Brot anteilig miteinander vergoren werden. Diese Frage sei oft gestellt und – nie beantwortet worden erklärt Herr Engelbert, da diese besondere Mischung das Firmengeheimnis von Brottrunk-Erfinder Wilhelm Kanne sen. nach jahrzehntelangen Forschungen darstellt.

Nach diesem interessanten Besuch konnten alle Teilnehmer mit umfassendem Informationsmaterial und verschiedensten Kanne-Kostproben den Heimweg antreten.

 

Karin M.:

Zu Besuch im VMD Zentrum Holzwickede

Am 23. April 2009 hatten wir Schüler der THP-Schule Prester in Münster Gelegenheit, das Zentrum für Veterinärmedizinische Radiologische Diagnostik (VMD) in Holzwickede kennen zu lernen.

Pünktlich um 14.00 Uhr wurden wir vom Geschäftsführer, Jörg Franz, und dessen Tochter, Daniela Franz, freundlich mit Gebäck und Kaffee empfangen. Nachdem er sich und seine Tochter kurz vorgestellt hatte, wünschte er uns einen schönen und vor allen Dingen interessanten Nachmittag. Frau Franz erzählte kurz über die Entstehung des Institutes und hob hervor, dass zwei Radiologen aus der Humanmedizin und ein Tierarzt zum Team gehören. Wir wurden ausführlich über die Arbeiten im VMD Zentrum informiert. Hierzu zählen: Kernspin-/Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) als perfekte Ergänzung zu den üblichen bildgebenden Verfahren. Beide Schnittbildverfahren bieten eine präzise Darstellung der Wirbelsäule und des Rückenmarks, der Gelenke und Weichteile, der inneren Organe, des Gehirns und der Blutgefäße. Auf der Leinwand konnten wir dann anhand von Fallbeispielen Tumore, Hydrozephalus, Spondylose, Cauda-equina, Frakturen u. ä. sehen. Als besondere Behandlung wird im Zentrum die Röntgentherapie angeboten, eine Behandlung mit Röntgenstrahlen, wie Frau Franz erklärte. Dabei wird nur der zu therapierende Bereich gezielt bestrahlt und somit evtl. Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert. Häufige Indikationen sind: Arthrose, Arthritis, Tumorerkrankungen, chronische Entzündungen.

Nach einer kurzen Pause stand die Besichtigung des Instituts auf dem Programm. Angefangen mit dem Tierpatienten-Vorbereitungsraum ging es weiter zum MRT-Raum. Wenngleich wir diesen Raum aus Sicherheitsgründen nicht betreten durften, war es trotzdem möglich, den Kernspintomographen aus nächster Nähe zu sehen. Weiter ging es zum CT-Raum. Hier durften wir auch eintreten. Frau Franz erklärte uns die Eigenschaften des Computertomographen und Wissenswertes über die Röntgenbestrahlung, die hier u. a. durchgeführt wird. Wir waren alle sehr beeindruckt.

Der Nachmittag verging wie im Flug. Obwohl die Besichtigung nur bis 17.00 Uhr geplant war, war es bereits nach 18.00 Uhr, als wir uns mit vielen neuen Erkenntnissen und zufrieden auf den Heimweg machten.