Tierheilpraktiker-Naturheilschule Prester

Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

In der Naturheilkunde nimmt die Phytotherapie eine bedeutende Stellung ein. Die Pflanzenheilkunde hat auch in Europa eine lange Tradition, dies haben wir unter anderem Hildegard von Bingen und Karl des Großen (768- 814) zu verdanken. Durch seine Reichsver-ordnung wurden in den damaligen Bauern- und Klostergärten die Heilpflanzen angebaut.

Tiere können sehr gut mit einer Phytotherapie behandelt werden, sowohl zum Vorbeugen wie auch zum Heilen.Sie kann mit anderen Naturheiltherapien kombiniert werden, wie z. B. mit den Bach- Blüten oder der Homöopathie. Eine sinnvolle Anwendung finden wir im Bereich von Hauterkrankungen, Husten, Durchfall, Harnwegsinfektionen, prophylaktisch bei Kolikern und im psychischen Bereich bei Angstzuständen oder Unruhe. Jede Heilpflanze hat ihre besondere Eigenschaft und Heilkraft auf Grund ihrer Wirkstoffe, wie z. B. Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Scharfstoffe, ätherische Öle, Flavonoide und Vitamine.

Vorsicht, Pflanzen können nicht nur heilen, sondern auch Nebenwirkungen haben!!

Diese Bestandteile haben folgende Hauptwirkungen:

Stoffe wirken auf sind enthalten in
Bitterstoffe Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse Enzian, Tausendgüldenkraut, Ringelblume, Löwenzahn
Gerbstoffe Haut und Schleimhaut, Wundheilung, Ekzeme, Geschwüre, sie haben eine zusammenziehende Wirkung, dadurch verhindern sie dass Giftstoffe aufgenommen werden können. Thymian, Spitzwegerich, Schlüsselblume, Schafgabe, Salbei, Ringelblume, Beinwell
Saponine harntreibend, auswurffördernd, reinigend, ist in Verbindung mit Wasser wie Seife Huflattich, Schlüsselblume, Süßholz
Scharfstoffe chronische Entzündungen, örtlich stark durchblutend, Bindegewebsverhärtungen Knoblauch
ätherisches Öl Atmungsorgane, Haut, Harnsystem Baldrian, Pfefferminze, Knoblauch, Anis, Thymian
Flavonoide Kapillargefäße Heidelbeere, Hirtentäschel, Holunder, Huflatisch, Linde, Löwenzahn, Melisse