Blutegel - Therapie
Die Blutegentherapie ist eine der ältesten Heilverfahren.
Im Mittelalter setzt sich diese Behandlung auch in unseren Breiten durch. Anfang des 19. Jh. nahmen die Blutentziehungen besonders in Frankreich in drastischem Maße zu, dass die Blutegel fast vor der Ausrottung standen.
Heute setzt man Blutegel in folgenden Bereichen ein:
Thrombose
Furunkel
venöse Verstopfung
Venenentzündung
Gallenblasenentzündung
Mandelenabszeß
Gelenkentzündung
Hämatome
Phlegmone
Ich setze diese Therapie überwiegend im Pferdebereich zur Hämatombehandlung oder bei Phlegmone ein.
Der Blutegel hat an beiden Enden Saugapparate. Am Kopf besitzt er drei Hornteile mit Zähnchen. Er beißt sich fest und saugt Blut ab. Gleichzeitig gibt er Hirudin in die Wunde. Hirudin löst geronnenes Blut auf und verhindert eine schnelle Blutgerinnung. Der Stoffwechsel wird aktiviert, dadurch werden abgelagerte Giftstoffe schneller zu den Entgiftungsorganen transportiert und ausgeschieden.
Die Hautstellen, an denen die Blutegel angesetzt werden sollen, müssen gut freirasiert sein, damit die Tiere anbeißen. Die Behandlung ist fast schmerzfrei, es zwickt nur ein wenig.
Die meisten Pferde bleiben bei der Blutegeltherapie ruhig stehen. Ich habe diese Behandlung schon oft erfolgreich eingesetzt.




